Psychologischer Reset?

Hier sind Fragen zum Verhalten der Ratten untereinander (z.B. Integration, Zähmung), aber auch gegenüber dem Menschen richtig.

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nagerlaie
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Psychologischer Reset?

Beitrag von nagerlaie » Do 22. Sep 2016, 01:46

Hi Leute,

seit Freitag, also seit guten 6 Tagen, habe ich nun meine [b]ersten[/b] beiden Ratten. Beide sind weiblich, ca. 1 Jahr, unkastriert und aus dem Tierheim. Im Tierheim habe ich sie zwei Wochen lang regelmäßig beobachtet und teilweise auch für ein paar Minuten auf der Hand gehalten, zumindest eine davon. Die andere ist zwar auch zahm, aber lang nicht so forsch. Schon am ersten Tag, zu Hause angekommen, sind mir beide auf die Hand, Schulter und haben mich markiert. Die ersten drei Tage sind sie nur herumgelaufen - Auslauf+Wohnung insgesamt, auch hier bestätigte sich das Bild der Forschen und der Schüchternen, wobei die Schüchterne durchaus offensiv im Raum umhergegangen ist, meine Nähe suchte - nur alles deutlich verhaltener. Die Forsche hat sie teilweise zum Spielen aufgefordert und hat auch in meine Richtung m.E. Spielsignale ausgesendet. (Hopsersprünge, ruckartige, schnelle Bewegungen, hin und zurück) Insgesamt haben die beiden glücklich gewirkt. Nach drei Tagen haben sie dann begonnen zu knabbern - Kunststoff, Plastik, Tapete, Kabel, vmtl. das Übliche. (Dachte zuerst die Vorbesitzerin hätte sie Knabberrein erzogen) Gestern hat es dann angefangen etwas merkwürdig zu werden: Die Schüchterne ist ab und an von mir weggelaufen und hat sich versteckt. Wollte sich zeitweise nicht mehr anfassen lassen, obwohl nichts vorgefallen ist. Dann mal wieder. Abwechselnd. Heute ist die Forsche sehr merkwürdig: Sie ist die letzten 6 Tage immer sofort zur Käfigtür, ist rausgeklettert oder hat sich rausnehmen lassen. Heute versteckt sie sich den ganzen Tag schon in der Hängematte. Wenn ich sie da rausholen will, läuft sie schnell zum nächstliegenden Haus. Habe heute Abend nun 3 Stunden die Gittertür offengelassen und mich 2-3 Meter entfernt vom Käfig aufgehalten: Auch jetzt zeigte sie nur ein paar Mal ihr Näschen, sie putzt sich, frisst zumindest Dinge, die ich durch das Gitter ins Häuschen und/oder Hängematte halte.. aber alles deutlich weniger agil als sonst. Geschlafen hat sie sicher genug und wie gesagt, sie ist auch auf jeden Fall wach... Die Schüchterne verhält sich so wie gestern. Lässt sich nicht anfassen, nimmt nur die Leckerlis. Jetzt will die Schüchterne auch nicht mehr raus. (braucht wohl eine Art Initialzündung der Forschen) Insgesamt verstecken sich beide schon den ganzen Tag im Käfig - was völlig konträr zu den letzten 6 Tagen ist.

Nun, ich bin absoluter Neuling in Sachen Nager. Habe hier und auf anderen Rattenseiten die letzten Wochen viel gelesen, mich mit den Tierheimleuten unterhalten.. aber dieses Verhalten verunsichert mich total..

Erster Verdacht ist natürlich körperliche Versehrtheit.. wenn die Forsche sich morgen genauso verhält, werde ich zum TA gehen.. Im Auslauf ist nichts vorgefallen.

Kann das Verhalten auch typisch sein? Ich meine, dieses Verhalten hatte ich eigentlich die ersten zwei Wochen erwartet. Wie geschrieben, sind sie aber schon am ersten Tag auf Hand, Schulter und Kopf geklettert. Da sie nach 3 Tagen erst angefangen haben zu nagen und jetzt 3 Tage später mit diesem Verhalten anfangen... Ich stelle mir vor, dass es auch psychologisch bedingt seien könnte: Zuerst ist ihnen die neue Situation - raus aus dem Tierheim und Käfig (in dem sie wohl 2 Monate dauerhaft ohne großen Auslauf waren) so lieb, dass sie übermütig werden. (raus aus der Schockstarre ). Nach 3 Tagen bei mir gewöhnen sie sich an den Auslauf (im Grunde die ganze Wohnung, habe aber auch einen richtigen Auslauf der zw. 6-8qm umfasst) und beginnen wieder mit artgerechten Verhaltensweisen wie Nagen - dachte, dies sei ein Zeichen dafür, dass sie sich angekommen fühlen, die Umgebung vertraut ist und sie es als ihr Territorium betrachten. (Nagerunerfahrene Freundin meinte auch, sie wirken zufrieden und glücklich). Und gestern angefangen und heute beide, dieses extreme Meideverhalten, sozusagen als wahrer Neu-Beginn..

Ganz ehrlich, für mich macht das schon Sinn, doch ist die Angst natürlich enorm, dass sie gerade körperliche Leiden durchleben, die ich als Laie nicht mal erkennen kann..

Habt ihr evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht? Mach ich mir was vor?

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Katharina
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Beitrag von Katharina » Do 22. Sep 2016, 13:14

Hallo und willkommen im Forum "/phpbb/images/smiles/icon_smile.gif">

Du musst das Verhalten beobachten. Aus einem Tag lässt sich noch nicht viel rekonstruieren - vor allem nicht irgendwelche psychologischen Umstände^^
Ratten hören und riechen natürlich Dinge, die wir nicht wahrnehmen können, insofern bleibt - so sie gesund sind - eine derartig abrupte Verhaltensänderung oft ein Rätsel.

Manchmal kann man es auf etwas konkretes zurückführen. Katzengeruch wäre so ein Klassiker. Viele meiner Rudel haben sich für 3 Tage verkrochen, wenn Katzenhalter zu Besuch waren oder ich bei ihnen.

Wenn es irgendetwas gibt, was ihnen Angst gemacht hat, wird sich ihr Verhalten wieder einpendeln, entweder, weil der Angstauslöser nur kurzzeitig war, oder weil Gewöhnung einsetzt.

LG Katharina

PS: Apropo Psychologie: Ratten benötigen komplexere Sozialstrukuren, damit sich ihr Verhalten gut entwickeln kann. Wird das Verhalten eines Tieres nur von einem anderen gespiegelt, treten Probleme auf. Bei einer Zweierverprägung wäre der Klassiker wieder eine scheue und eine zutrauliche Ratte. (als Beispiel: wenn ich nur Kontakt zu einem Menschen hätte, der mich immer doof behandelt, werde ich mich zurückziehen. Ist da aber noch einer, der mich gut behandelt, kann ich mich besser entwickeln.)
Ratten sind also Rudeltiere und sollten mind. zu dritt gehalten werden. Wenn ihr drei warm miteinander geworden seid, solltest du dich nach Familienzuwachs umsehen "/phpbb/images/smiles/icon_smile.gif"> [addsig]

nagerlaie
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Beitrag von nagerlaie » Fr 23. Sep 2016, 03:45

Heyho Katharina,

gestern war ich tatsächlich zum ersten Mal wieder im Tierheim seit ich die beiden habe. Dass sie derart sensibel darauf reagieren, hätte ich mir nicht denken lassen. Fantastische Tierchen, allgemein. So sensibel, neugierig, nicht nachtragend, einsichtig, zumindest manche verspielt, Zart beim Wollen und Robust in der Liebe und über das Aussehen muss ich wohl nichts sagen! Merkwürdigerweise ist die Forsche heute wie „eh und je“, heute hat sie zum ersten Mal eine Rast auf mir eingelegt, sich ausgebreitet auf den Oberschenkeln. Die Chance gleich genutzt und angefangen am Köpfchen zu kraulen – da hat sie gegen die schweren Augenlider angekämpft, ist nicht eingeschlafen, doch ein 5 minütiges Päuschen unter gelegentlichem Augenverschluss wars. Die Schüchterne ist jetzt schon den dritten Tag in Folge ängstlich, aber mal schauen. Sie ahmt die Forsche ab und an nach und so komme ich auch in ihren Genuss.

Dachte es gäbe mit dem Geruch kein Problem, da sie ca. 2 Monate in dem selben Tierheim waren – u.a. mit Katzenkontakten, in Angrenzung zum Katzenhaus.

Ja, eine Vergrößerung der Truppe ist auf jeden Fall angesagt. Nach meiner Einschätzung verhält es sich genau so, wie ich deine Worte verstehe: Die Eine ist zu dominant und hemmt die andere. Wenn die Strukturen durch eine neue Rudelkonstellation aufgebrochen werden, wird sich sicher auch die Schüchterne verändern – im Schnitt wohl 3-4x am Tag wird sie unterworfen, sie will nicht spielen, es gibt zeitlich einige Unterschiede in den Wach-Schlafphasen, bei denen ich mir einbilde, sie sei froh allein unterwegs sein zu können (im Käfig oder Auslauf). Hätte mir bei einem Rattenpärchen, dass wohl sein ganzes Leben bereits zusammen ist, mehr Kuscheleinheiten untereinander erwartet. Sehe ich sehr selten. Bei der Forschen graut es mir schon jetzt vor der Vergesellschaftung. Ist wie bei einem Hund, sie betritt den Raum und alle wissen Bescheid, wenns Ärger gibt, dann mit „dem“. Dafür macht sie es mir mit ihrer aufgeweckten Art relativ einfach. Sie hat wohl auch einen heftigen Nackenbiss bekommen: Direkt am Nackenansatz ein fast fingernagelgroßes beschorftes Fleckchen. Keine Ahnung ob die vom Tierheim das übersehen hatten, jedenfalls wurde mir nichts davon berichtet.

Momentan ist es ein irres Glücksfühl, die beiden Schnuten um mich zu haben. Zwei sollen noch dazukommen.

Charlesy
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Beitrag von Charlesy » Fr 23. Sep 2016, 10:00

Hallo,
freut mich, daß sich das Problem zu lösen scheint. Ich drücke jedenfalls fest die Daumen.
Wegen der Aufnahme weiterer Tierlein - falls bei Dir in der direkten Umgebung keine sind: im TH Walldorf(-Wiesloch) sitzen süße Mädels aus dem Heilbronner Notfall. Schau mal hier: "referrer.php?raturl=http://www.rattenforum.de/phpbb/viewtopic.php?topic=216021 forum=3" target="_blank">http://www.rattenforum.de/phpbb/viewtopic.php?topic=216021 forum=3
Und im TH Ettlingen sitzen schon eine ganze Weile Mädels, die jetzt ein Jahr alt sind -zwei der vier Schwestern wurden vermittelt;
"referrer.php?raturl=http://www.rattenforum.de/phpbb/viewtopic.php?topic=215672 forum=3" target="_blank">http://www.rattenforum.de/phpbb/viewtopic.php?topic=215672 forum=3

Lg, Charlesy

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Beitrag von nagerlaie » Sa 24. Sep 2016, 03:31

Hey, Charlesy.

Vielen Dank für deinen Hinweis, die Ettlinger Truppe klingt interessant! Ob Dumbo oder Husky-Ratten wird den Ratten hoffentlich egal sein?! Werde mal anrufen!

_________________

Zu meinen werde ich mal einen Fragenkatalog erstellen und sofern sich dieser nicht mit bereits vorhandenen Antworten im Forum deckt, werde ich sie hier posten. Heute, nach dem ich wieder im Tierheim war (bin ehrenamtlicher Gassigänger und Katzenbeschmuser), ist wieder nichts mit ihnen anzufangen. Die Scheue kommt nur mit der Nasenspitze an meine Fingerkuppen und die andere wechselt zwischen Angst und Vertrauen hin und her. Sie kommt auf die Hand, ich trag sie zum Auslauf, tapst ein bisschen auf mir herum und 5 Minuten später verkriecht sie sich unterm Sofa und bewegt sich nicht. 30 Minuten später hört sie auf meine Rufe und Klopfen.. Zudem stößt mir der unterschiedliche Rhythmus der Beiden auf: Die Schüchterne schläft bis 21 Uhr, während die andere um 19 Uhr Rabautz im Käfig macht. Dann ist die um 19 Uhr gegen 22 Uhr müde und die andere will raus.. Gleichzeitig traut sich die Schüchterne aber nicht.. Könnte mir vorstellen, dass es an den zu unterschiedlichen Charakteren liegt - obwohl zusammen abgegeben, vermute ich, dass sie nicht ein Herz und eine Seele sind. Vielleicht würde sich das mit einem größeren Rudel einrenken?

Wie würdet ihr als Rattenerfahrene vorgehen? Eine feste Auslaufzeit, in der beide oder keine rausdarf, also immer im Team? Am Anfang wirklich auf den Rhythmus achten, und ihre wechselnden Zeiten erst einmal ignorieren? Hole sie, sofern sie am Gitter stehen, auch mal morgens für eine Stunde aus dem Käfig, frag mich aber, ob Routine auf lange Sicht nicht Vertrauensbildender wäre, eben zumindest am Anfang.. Andererseits, es sind Ratten und keinen Börsenspekulanten..

Ich bin irritiert/überrascht von ihrem Naseneinsatz. Sie scheinen mich als Person gar nicht wahrzunehmen, sondern lassen sich von ihrer Nase leiten: Bin ich markiert, haben sie keine Angst und springen regelrecht auf mir herum, doch sobald ich aus der Dusche komme oder, wie gesagt, aus dem Tierheim, scheine ich wie der leibhaftige Teufel.. Ich spreche schon sehr häufig mit ihnen - gestern Zeilen aus Harry Potter (keine Sorge, nur die kinderfreien Szenen)^^ - und gebe ein paar spezielle Geräusche wie Zungeschnalzen, doch erkenne ich hier noch keine Reaktionen. Dauert wohl noch?! Ich meine, ums mal konkreter auszudrücken, ihr werdet auch nicht die ganze Zeit mit Rattenurin durch die Kaufhäuser tingeln und dennoch vertrauen euch die Fellnasen.. ?!

1>[ Diese Nachricht wurde ge ndert von: nagerlaie am 2016-09-24 01:37 ]

Charlesy
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Beitrag von Charlesy » Sa 24. Sep 2016, 17:50

Hallo Nagerlaie,
ach wäre das schön für die beiden Ettlinger Mädels!
Zu deinen Fragen:
- unterschiedliche Schlafzeiten: Ich würde das in Ruhe angehen. Sie sind ja noch nicht lange bei Dir. Beobachte sie einfach mal ein paar Wochen, um sie kennenzulernen und Du wirst feststellen, daß sich ihr Rhythmus ändern wird, sie ab und zu auch mal einen Tag haben, an dem sie sich zurückziehen wollen.
- Katzen: Auch wenn es Fälle geben mag, daß sich Ratten und Katzen in einem entsprechenden Heim anfreunden, ist das nicht der Normalfall. Der Normalfall ist, daß Katzen zu den schlimmsten Feinden der Ratten zählen. Wenn deine Süßen nun im TH zwei Monate lang mit Katzen konfrontiert waren, heißt das nicht, daß sie nun an Katzengeruch gewöhnt sind, sondern daß sie wahrscheinlich zwei Monate lang unter Dauerstress standen - da sie im Käfig eingesperrt waren, waren sie einem (aus ihrer Sicht) möglichen Angriff der Katzen hilflos ausgeliefert. Das erklärt ihre Reaktion auf den Katzengeruch, den Du nach dem Besuch an Dir hast. Sie müssen dann erst abklären, ob eine Katze da ist oder nicht. Du könntest es ihnen leichter machen, wenn Du deine Kleidung nach dem TH-Besuch wechselst.
- Ratten sehen nicht sehr gut und orientieren sich deshalb vor allem über ihren Geruchs- und Gehörsinn.
- Dusche: Wahrscheinlich ist es ein Duftstoff in der Seife oder dem Duschgel, der sie an einen ihrer Feinde erinnert. Wechsle es doch einfach mal und schaue, ob sie dann genauso reagieren.
Lg, Charlesy

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Beitrag von nagerlaie » So 2. Okt 2016, 05:30

Heyho Charlesy,

wollte noch warten bis es tatsächlich soweit ist.. also.. Trommelwirbel.. Athene und Helena, welche auch immer welche ist - selbst die Frau aus dem Tierheim konnte mir das nicht sagen -, sind nun Luftlinie ca. 1cm, in Worten Ein-Zentimeter von mir entfernt.. Nein, halt.. jetzt sind es 20cm..! (...) Also im Ernst, die Beiden sind nun bei mir und ich bei ihnen, aber wir sind alle drei zu Hause!

Möchte mich ganz herzlich bedanken, ohne deinen Verweis hätte ich niemals im Ettlinger Tierheim nachgeschaut. Da ich selbst aus der Karlsruher Ecke komme, war Ettlingen mehr oder minder ein Heimspiel.

Jetzt kommt der nächste Teil: Integration. Werde beide Paare erstmal eine Woche in getrennten Zimmern unterbringen, danach im selben und da sukzessive die Käfige näher aneinanderstellen.

Die Beiden selbst scheinen einen besseren Zusammenhalt zu haben als die anderen Beiden. Spielen und Raufen öfters miteinander und sind eigentlich permanent zusammen unterwegs. Keine Ahnung ob Du die beiden besser kennst?! Zudem sind sie beide sehr neugierig und gehen offen auf mich zu (also kein Verstecken oder so), noch etwas übergriffig (ich nenne es Probebeißen . Beobachte ich auch bei den Beiden andern: Kurz beim Vorbeigehen mit den Zähnen prüfen..) - durch das Gitter langen ist etwas gefährlich - aber trotz mehrfachen Hand-in-Käfig legens noch keine Verletzungen.

Da mir im Tierheim niemand sagen konnte, wer nun Athene und wer Helena ist, werde ich sie umbenennen. Namen wollte ich mir erst aussuchen, wenn ich ein wenig die Persönlichkeit der Beiden kenne und ein intuitiveres Verständnis für sie habe. Die Favoriten sind bislang Kira und Mira, werde aber mit der Festlegung noch ein paar Tage warten, zudem kann ich sie bis dato selbst nicht unterscheiden.

Habe vor in absehbarer Zeit mal ein paar Fotos - vlt. sogar von allen Vieren gemeinsam - zu posten - habe dafür nicht die geeigneten Gerätschaften. Muss ich mir leihen. Zudem steht der Käfig erst seit guten 10 Stunden und ich brauche wohl noch ein paar Tage mit dem Einrichten.. bis der Umzug in den eigentlichen Käfig stattfindet.

Liebe Grüße und stellvertretend - so hoffe ich doch - dankend mit mind. 6, vlt. sogar 10 Pfötchen, die Nager (u. wohl Bade)meister- und ihr Schüler Nagerlaie!

1>[ Diese Nachricht wurde ge ndert von: nagerlaie am 2016-10-02 03:46 ]

Charlesy
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Beitrag von Charlesy » So 2. Okt 2016, 13:39

Hey,
Du hast also wirklich die beiden Süßen aus dem TH Ettlingen geholt? 1000 Dank! Endlich haben die beiden girlies ein neues Heim gefunden. Ich freu' mich so sehr für sie. Was ich von ihnen weiß: Es waren ursprünglich vier Schwestern. Sie wurden aus Zeitmangel im TH abgegeben, waren völlig handzahm und sollten anfangs nur gemeinsam vermittelt werden. Weil sich dann so lange niemand fand, der die ganze Gruppe nimmt, wurden vor einigen Wochen zwei an Interessenten gegeben. Die beiden sind es also gewöhnt, in einem Rudel zu leben, was bei der Integration zu deinen anderen Süßen möglicherweise hilfreich sein könnte. Mehr weiß ich leider nicht, da ich es wegen der (für mich) ungünstigen Öffnungszeiten des TH nicht geschafft hatte, sie selbst zu sehen. Ich hatte nur mit dem TH telefoniert.
Mit den Namen mache ich es genauso, wie Du es planst: Ich beobachte meine Tierlein und irgendwann ist plötzlich der Name da, so als würden sie ihn mir 'einflüstern' "/phpbb/images/smiles/icon_wink.gif">
Zur Integration: Klick' mal oben rechts in dem Kästchen Oft gestellte Fragen zur Rattenhaltung an. Die ersten beiden Links geben hilfreiche Tipps zur Integration und zur Gewöhnung an das neue Rudelmitglied 'Mensch'.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du die weitere Entwicklung hier beschreiben würdest.
Liebe Grüße,
Charlesy
PS: Wenn Du jemanden kennst, der/die junge Ratten sucht: im TH Walldorf (Wiesloch) sitzen sechs supersüße Babymädels aus dem Notfall Heilbronn, die auch dringend ein Heim suchen.

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Beitrag von nagerlaie » Mi 16. Nov 2016, 16:36

Hallo,

es gehört zwar nicht zum Thread, will aber auch keinen neuen aufmachen.

Ich komme nicht damit klar, dass sich mein Bruce-Lee-Duracell-Häschen Zoe offensichtlich langweilt. Der Käfig umfasst 960l, das Rattenzimmer 16qm zur freien Verfügung und eigentlich die restliche Wohnung auch. Mit mir kann sie nur bedingt etwas anfangen, so wie m.E. mit ihrer Genossin Chloe. Sie liegt bspw. grade in ihrem Käfig, knuspert mit den Zähnen und liegt wie ein Hund auf ihren Pfötchen mit Kopf Richtung Käfigtüre. Das einzig Richtige wie mir scheint, sind Neuzugänge. Vom finanziellen Aspekt abgesehen frag ich mich, was ich für sinnvolle, gute Möglichkeiten habe, wie die Neuzugänge seien müssten..

Am Liebsten wäre es mir, mit einem kompletten Rudel neu anzufangen. Deshalb ist der Plan die beiden jetzigen bis zur Regenbogenbrücke zu behalten und dann gleich mit 5-8 Stück anzufangen - dann muss ich keine Integration machen. Aber bis dahin wird sich die Situation mit dem Todeszeitpunkt von einer der beiden noch deutlich verschärfen. Und ehrlich, mir kommen nur zwei, bereits wie Tierquälerei vor und/oder als ob ich - gerade Zoe - etwas Essentielles vorenthalten würde. Damit kann ich nicht umgehen.

[b]Option 1[/b] wäre ein weiterer Vergesellschaftungsversuch mit der Frage, wie die Charaktere wohl gestrickt seien müssten. Bspw. zu zwei sehr dominanten Tieren (2w,1,5Jahre) noch zwei andere dominante, eine Unterwürfige etc. Die Tierärztin meinte es sei grundsätzlich schwierig eine 2-2 Vergesellschaftung durchzuziehen. Die Frage wäre also wie viele und wie müssten diese charakterlich gestrickt sein, damit sie am ehesten zu meinen passen: Ich denke dabei grade an den Unterschied von Männchen und Weibchen. Vielleicht wären zwei Kastraten sogar besser, da sie körperlich meinen Beiden einfach zu deutlich überlegen wären.. 318gr pure Sprungfeder..

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Beitrag von Charlesy » Mi 16. Nov 2016, 18:09

Hi,
deine Zoe scheint ihre beiden Freundinnen zu vermissen. Weshalb holst Du sie nicht wieder und machst diesmal eine richtige Integration?
Charlesy

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